Der 1000hands Ag Trimble X7 scannt die Ausstellung aus Mineralien.

Unser Trimble X7 auf einer Reise nach Venedig

Ein 3D-Laserscanner auf einer Ausstellung in Venedig?
Was auf den ersten Blick überraschend wirkt, hat eine besondere Geschichte. Denn auch wenn unser Trimble üblicherweise in ganz anderen Kontexten arbeitet, zeigt er bei diesem außergewöhnlichen Projekt, wie vielseitig seine Einsatzmöglichkeiten  sein können.

Gemeinsam mit Architekt René Rissland von raum.land Architekten und Stadtplaner führte es unseren Trimble zur diesjährigen Architekturbiennale in Venedig, um eine besondere Installation digital in Form einer Punktwolke zu dokumentieren.

Die Architekturbiennale 2025: Raum für neue architektonische Denkweisen

Die 19. Ausgabe der Architekturbiennale in Venedig stand in diesem Jahr unter dem Titel „Intelligens. Natural. Artificial. Collective.“ und rückte die Frage in den Mittelpunkt, wie wir unsere gebaute Umwelt neu denken können. Das Ziel dahinter: Architektur als disziplinübergreifende und anpassungsfähige Praxis verstehen. Die Ausstellung findet alle zwei Jahre statt und wurde dieses Jahr vom italienischen Architekten Carlo Ratti kuratiert. Üblicherweise wählt der Hauptkurator Ausstellungsbeiträge aus, die thematisch zur Hauptausstellung passen. In diesem Jahr lief es jedoch anders: Es konnten eigene Projekte eingereicht werden. Diese Möglichkeit nutzte auch René Rissland, Architekt bei raum.land Architekten und Stadtplanern, und reichte die Installation „Re-Forming Materials“ ein – der Auftakt für ein außergewöhnliches Projekt und die Reise unseres Trimbles nach Venedig.

Die Idee hinter der Installation „Re-Forming Materials“

Das Projekt „Re-Forming Materials“ von raum.land Architekten und Stadtplaner ist ein interdisziplinäres Projekt und entstand in Zusammenarbeit mit dem renommierten US-amerikanischen Wissenschaftler Robert Hazen, der die Theorie zu den Mineralien entwickelt hat. Dabei befasst sich das Projekt mit der Frage, wie menschliches Handeln die Geologie verändert. Denn durch Nutzung, Verwitterung und Recycling entstehen im Laufe der Zeit neue, anthropogene Mineralien. Heute zählen bereits über 200 von 5.208 offiziell bekannten Mineralien zur Kategorie menschlicher Schöpfung. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark menschliches Handeln Materialien und unsere Umwelt prägt und beeinflusst.

Die Installation greift dieses Thema auf und rückt Nachhaltigkeit in den Fokus. Alle Objekte stammen aus Gebäuden, Abbruchbauten oder Bergwerken.

Das heißt, es wurden bewusst keine neuen Materialien eingesetzt. Das Ergebnis ist eine schwebende „Wolke“ aus wiederverwendeten Mineralien, die den Materialkreislauf eindrucksvoll und abstrakt sichtbar macht.

Wie die Reise für unseren Trimble begann

Die Reise für unseren Trimble startete in unserem Büro in Berlin. Hier nahm René Rissland, Architekt bei raum.land Architekten und Stadtplaner, den Trimble persönlich entgegen, um ihn mit zur Ausstellung nach Venedig zu nehmen und die Installation „Re-Forming Materials“ digital zu erfassen. Damit der 3D-Laserscanner vor Ort optimal eingesetzt werden konnte, erhielt René Rissland von unserem Kollegen Johann aus dem 3D & BIM-Team eine ausführliche Einführung in die Vermessungstechnik.

Ein 1000hands Mitarbeiter aus dem 3D und BIM Team überreicht René Rissland den Trimble X7.
Ein 1000hands Mitarbeiter aus dem 3D und BIM Team weist René Rissland in den Trimble X7 ein und zeigt auf die Punktwolke.
Ein 1000hands Mitarbeiter aus dem 3D und BIM Team zeigt René Rissland wie der Trimble X7 scannt.
René Rissland ist auf der Architekturbiennale in Venedig mit dem 1000hands Trimble X7 angekommen.

Unser Trimble vor Ort in Venedig

Nach der digitalen Vorbereitung und der technischen Einführung machte sich unser Trimble gemeinsam mit René Rissland auf den Weg nach Venedig – eine Woche vor Eröffnung der Ausstellung. Vor Ort wurde die Installation „Re-Forming Materials“ zunächst im Ausstellungsraum aufgebaut. Das Besondere daran: Die Installation wurde hier zum ersten Mal zusammengestellt. Dadurch war im Vorfeld nicht klar, wie die einzelnen Elemente letztlich angeordnet sein würden. Eine sorgfältige Dokumentation ist deshalb für mögliche künftige Präsentationen in einem anderen Kontext entscheidend. Genau hier kommt die Arbeit unseres Trimbles ins Spiel. Nachdem die Installation vollständig aufgebaut war, begann seine eigentliche Aufgabe: die präzise digitale Erfassung des gesamten Arrangements.

Mit Hilfe des modernen 3D-Scanners hielt René Rissland das Zusammenspiel der verschiedenen Materialien detailliert fest. Das Ziel war ein möglichst präzises Abbild als Grundlage für Analyse, Archivierung und Weiterverarbeitung zu erfassen. Wie Rissland berichtete, verlief die Vermessung vor Ort vollkommen reibungslos. Der Scanprozess funktionierte nicht nur zuverlässig, sondern machte sogar richtig Spaß.

Der Trimble X7 scannt die Installation aus Mineralien und erstellt eine Punktwolke.

Bildinfo | Der 3D-Laserscanner im Einsatz bei der Architekturbiennale in Venedig: Mit hoher Präzision erfasst er die schwebende Installation „Re-Forming Materials“ und macht ihre komplexe räumliche Struktur digital in Form einer Punktwolke nachvollziehbar.

Der Trimble X7 wird an eine andere Position gestellt, um die Installation zu scannen.

Bildinfo | Architekt René Rissland dokumentiert die Installation direkt im Ausstellungsraum. Da das Werk erstmals vor Ort aufgebaut wurde, ist die exakte Vermessung entscheidend für Analyse, Archivierung und mögliche zukünftige Präsentationen.

Der Trimble X7 scannt die Mineralien in der Ausstellung.

Bildinfo | Gesamtansicht der Installation während des Scanprozesses: Der Trimble hält das Zusammenspiel aus wiederverwendeten Mineralien, Raum und Anordnung als präzise Punktwolke fest: eine Grundlage für digitale Weiterverarbeitung und nachhaltige Dokumentation.

Und wie geht es jetzt weiter?

Nach dem Aufbau und dem Scannen der Installation in Venedig folgt nun die Auswertung der erfassten Daten. Der Trimble hat das Werk in seiner räumlichen Struktur detailliert aufgenommen. Die Punktwolke zeigt dabei ein präzises digitales Abbild der vor Ort zusammengesetzten Installation.

Wie es weitergeht, ist derzeit noch offen. Zunächst wird geprüft, wie sich die Vermessungsdaten weiterverarbeiten lassen und welche Qualität und Tiefe die Scans bieten. Erst auf dieser Basis entscheidet sich, welche Form das Ergebnis letztlich annimmt. Wichtig ist vor allem, dass die Dreidimensionalität und räumliche Wirkung der Installation erhalten bleiben.

In jedem Fall wird die weitere Nutzung der Daten gemeinsam mit den Architekten abgestimmt. Denkbar sind etwa eine digitale Dokumentation in Form einer Online-Ausstellung, eine virtuelle Rekonstruktion oder eine wissenschaftliche Visualisierung.

Bildinfo | Aus dem Laserscan der Installation „Re-Forming Materials“ entsteht eine millimetergenaue Punktwolke. Sie bildet die räumliche Struktur der Arbeit präzise ab und ermöglicht ihre dauerhafte digitale Sicherung, Analyse und zukünftige Wiederverwendung.

Nach dieser spannenden Reise ist unser Trimble wieder gut in Berlin angekommen! Jetzt sind wir gespannt, wohin es für unseren Trimble als nächstes geht. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Beitrag teilen

Weitere Blogbeiträge

Offenes Architekturmagazin zum Thema MF-GIF 2023 auf einem Tisch in einem modernen, hellen Besprechungsraum.

MF-GIF 2023: Was steckt dahinter?

Wie werden Flächen heute einheitlich und transparent berechnet? Und was bedeutet das für Unternehmen? Die neue MF-GIF 2023 bringt klare Standards für die Flächenberechnung und schafft dabei nicht…

Branchen News, Expertenwissen
Detaillierte 3D-Punktwolke eines historischen Gebäudes mit farblicher Kennzeichnung der Höhen.

3D-Scan für jede Gebäudeklasse

Von Industriehallen über historische Gebäude bis hin zu Pflegeeinrichtungen – jede Gebäudeklasse bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Für eine verlässliche Planung bei Umbauten, Sanierungen oder der laufenden Instandhaltung sind präzise und aktuelle Daten unverzichtbar…

Expertenwissen